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Foto: Privat

Alexander Ther  

Alexander Ther gehört zu GWSW – Besetzung der (fast) ersten Stunde.

Ther, 1973 in Wien geboren, verbrachte seine Kindheit in Berlin. Schon in der Schule schlüpfte er gern in andere Charaktere, spielte Fantasie-Gestalten oder ahmte die Lehrer nach. Zur Schauspielerei kam er durch einen Zufall: Am Berliner Theater Fürst Oblomov wurde jemand für die Rolle des Romeo gesucht. Ther ging zum Vorsprechen, „ohne Erfahrung und Vorwissen“ und bekam die Rolle. „Ich habe nie eine Schauspielschule von innen gesehen“, sagt er lachend, „ich bin Autodidakt, in fast allen Lebenslagen“.

Bei GWSW war er ab Folge 2 dabei, von 2004 bis 2012, in knapp 50 Rollen, darunter Onkel Ahmed, Hermann Schneider, Ronny Horror, Ernst Hointza, Mustafa, Erkan und Gabriel. Seine Lieblingsrolle? Tatsächlich ist es Polizist Hermann Schneider. In keine andere Figur habe er „so viel Herzblut investiert“ wie in den trottelig-verklemmten Ex-DDR-Kommissaren mit dem grauenhaften Aufzug. Umso schöner, dass Ther den Herrmann Schneider nun wieder auffrischt, in der Krimiparodie „CSI Wedding“.

Ther ist mit Leib und Seele Schauspieler. In die Rolle hinein zu finden, den „menschlichen Charakter“, zu erarbeiten, das fasziniert ihn. Zugleich ist es auch anstrengend, körperlich und emotional, die Rolle auf der Bühne zu halten, auszubalancieren. Der Lohn ist das Gefühl des Erfolgs, “wenn man merkt, man macht seine Sache gut, und das Publikum geht mit.“

Neben der Schauspielerei hat Alexander Ther eine zweite große Leidenschaft entdeckt - Videoschnitt. Auch dazu kam er mehr oder weniger per Zufall. „Das ging los, als ich anfing, fliegen zu lernen", erzählt er, "ich wollte meine Starts und Landungen gerne auf Videoband filmen, um zu sehen, wie gut oder schlecht sie waren. So kam ich auf den Geschmack.“ Er schneidet und bearbeitet Werbe-, und Kurzfilme und politische Dokumentationen, z.b. zum Nahost-Konflikt.

Zuhause fühlt sich der Schauspieler im komischen Fach, in möglichst absurden Rollen und dem straffen Timing im Spiel, wenn die Pointen sitzen, der Rhythmus stimmt und er merkt, dass er im Fluss ist. Doch auch Drama würde er auch gern mal spielen, oder Tragödie, den Hamlet zum Beispiel. Warum nicht?

Aktuell ist Alex am Prime Time Theater erst mal der Publikumsschreck - nein - Liebling Kommissar Schneider, nach langer Zeit. Zeit wird´s.

Text: Jana Sittnick

Alexander Ther Website